Freitag, 13. Juni 2014
Versprechen an mich selber
muthase, 00:42h
Meine Psychologin meinte, dass es mir jetzt "zu gut" gehe und andere dringender psychologische Hilfe bräuchten. Am Krankenhaus gibt es zu wenige Psychologen und zu viele psychisch Kranke. Ich wundere mich nicht darüber. Ich habe noch keinen erwachsenen Menschen getroffen, der keinen Knacks an der Schüssel hat.
Ich kann mich nicht beschweren. Ich ging 1,5 Jahre in ambulante Behandlung bei einer hervorragenden Therapeutin. Jetzt bin ich traurig, dass diese Therapie nun abgeschlossen ist und ich meine Psychologin nicht mehr zum Beratschlagen treffen kann. Aber zusätzlich bin ich auch glücklich und stolz, denn sie hat recht. Mir geht es "zu gut", ich brauche sie nicht mehr. Ich muss nun lernen meinen Weg alleine zu gehen. Sie zu haben ist ein "Sicherheitsverhalten", etwas, das ich habe mit dem ich mir vorgaukele Sicherheit zu verspüren. Aber mit diesen Sicherheitsverhalten, werde ich nie angstfrei, denn ich lerne nicht, dass sie nur Schein sind und ich mich probiere dahinter zu verstecken. Sie helfen mir nicht, stattdessen schüren sie meine Angst.
Aber Therapie brauche ich, denn ich bin ja nicht geheilt. Therapie ohne Therapeut. Wie soll das gehen?
Ich nahm an einem Mindfulness-Kurs teil. Als der vorüber war, hörte ich auf mit Mindfulness, denn der Kurs war ja vorbei. Glücklicherweise fand ich einen Kurs zur Stressbewältigung, bzw. zum Hantieren von Stress. Dieser Kurs beinhaltete auch Mindfulness und darüber hinaus massenweise gute Tips, wie man stressvollen Situationen begegnet und sich darauf konzentriert was man im Leben als wichtig erachtet. Dieser Kurs gab mir viel. Gegen Ende des Kurses wurde mir immer klarer, wie wichtig es ist für meine Psyche, dass ich mich jede Woche ein paar Stunden hinsetzte und darüber nachdenke, was ich im Leben will und wie ich es erreiche. Ich brauche keinen Therapeuten, denn alle Antworten sind in mir. Ich muss nur gründlich nach ihnen suchen und das benötigt Zeit. Diese Zeit kann nicht einfach nur verstreichen. In dieser Zeit muss ich selbst aktiv werden und mit voller Konzentration bei der Sache sein. Das geht nicht einfach so nebenbei. Ich muss diese Zeit einplanen. Ich muss diese Zeit mit mir selber buchen. Deswegen verspreche ich mir hiermit mir jede Woche dienstags und donnerstags Zeit zu nehmen an mir zu arbeiten und über mein Tun und Denken zu reflektieren. Ich habe vor zum Beispiel Exponierungsübungen zu machen, Mindfulness zu praktizieren oder in diesen Blog zu schreiben. Ich werde nochmals über die Lektionen des Stress-Kurses gehen und meine Erkenntnisse dazu aufschreiben. Ich bin mir sicher, dass dies mir hilft ein ausgeglichener und angstfreier Mensch zu werden.
Ich kann mich nicht beschweren. Ich ging 1,5 Jahre in ambulante Behandlung bei einer hervorragenden Therapeutin. Jetzt bin ich traurig, dass diese Therapie nun abgeschlossen ist und ich meine Psychologin nicht mehr zum Beratschlagen treffen kann. Aber zusätzlich bin ich auch glücklich und stolz, denn sie hat recht. Mir geht es "zu gut", ich brauche sie nicht mehr. Ich muss nun lernen meinen Weg alleine zu gehen. Sie zu haben ist ein "Sicherheitsverhalten", etwas, das ich habe mit dem ich mir vorgaukele Sicherheit zu verspüren. Aber mit diesen Sicherheitsverhalten, werde ich nie angstfrei, denn ich lerne nicht, dass sie nur Schein sind und ich mich probiere dahinter zu verstecken. Sie helfen mir nicht, stattdessen schüren sie meine Angst.
Aber Therapie brauche ich, denn ich bin ja nicht geheilt. Therapie ohne Therapeut. Wie soll das gehen?
Ich nahm an einem Mindfulness-Kurs teil. Als der vorüber war, hörte ich auf mit Mindfulness, denn der Kurs war ja vorbei. Glücklicherweise fand ich einen Kurs zur Stressbewältigung, bzw. zum Hantieren von Stress. Dieser Kurs beinhaltete auch Mindfulness und darüber hinaus massenweise gute Tips, wie man stressvollen Situationen begegnet und sich darauf konzentriert was man im Leben als wichtig erachtet. Dieser Kurs gab mir viel. Gegen Ende des Kurses wurde mir immer klarer, wie wichtig es ist für meine Psyche, dass ich mich jede Woche ein paar Stunden hinsetzte und darüber nachdenke, was ich im Leben will und wie ich es erreiche. Ich brauche keinen Therapeuten, denn alle Antworten sind in mir. Ich muss nur gründlich nach ihnen suchen und das benötigt Zeit. Diese Zeit kann nicht einfach nur verstreichen. In dieser Zeit muss ich selbst aktiv werden und mit voller Konzentration bei der Sache sein. Das geht nicht einfach so nebenbei. Ich muss diese Zeit einplanen. Ich muss diese Zeit mit mir selber buchen. Deswegen verspreche ich mir hiermit mir jede Woche dienstags und donnerstags Zeit zu nehmen an mir zu arbeiten und über mein Tun und Denken zu reflektieren. Ich habe vor zum Beispiel Exponierungsübungen zu machen, Mindfulness zu praktizieren oder in diesen Blog zu schreiben. Ich werde nochmals über die Lektionen des Stress-Kurses gehen und meine Erkenntnisse dazu aufschreiben. Ich bin mir sicher, dass dies mir hilft ein ausgeglichener und angstfreier Mensch zu werden.
... comment